Erasmus-Meeting Palermo

Im Rahmen unseres Erasmus-Projekes zum Thema Migration fand vom 22. bis 26. Mail eine weiteres Projekttreffen statt. Diesmal bei unserer Partnerschule Scina/Costa in Palermo/Sizilien. 2 Schülerinnen (Marina und Miriam aus der 2.Klasse) und zwei Lehrpersonen (Petra Steiner und Arnold Frick)  nahmen daran teil. Hier unser Bericht von Tag zu Tag:

 

 

 

Freitag, 26.05.

10:00 Uhr
Wir sind wieder in der Schule und nehmen an einem Workshop mit freiwillen Helfern der UNICEF teil.
Wir suchen nach positien und negativen Begriffen in Zusammenhang mit Migration und stellen die Ergebnisse auf Plakaten dar.

Danach gibt es die Verteilung der "Diplome". Jeder Schüler bzw. jede Schülerin hat eines für ein anderen Jugendlichen erstellt und dabei viele freundliche Worte gefunden.

Damit endet das offzielle Programm. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Unsere Damen entscheiden sich für einen weiteren Aufenthalt am Meer.

Am Abend geht es ans Abschiednehmen. Die Kids versammeln sich zu einer Party. Darüber liegen keine offziellen Berichte vor.
Die Lehrpersonen finden sich zum Abschiedsdinner ein. Wir haben uns während der ganzen Woche sehr gut verstanden und neben der Arbeit noch einige gemügliche Stunden verbracht - und so war es dann auch am Abend.

Donnerstag, 25.05.

Christi Himmelfahrt ist hier in Italien kein offizieller Feiertag. Für uns allerdings dann doch wieder, denn der  Tag bringt uns zunächst zu einer dere größten Sehenswürdigkeiten Siziliens - nach Monreale.

Monreale Monreale Monreale

 Nach dem Mittagessen heißt es dann: Sonne, Sand und Meer am Mondello beach. Wäre ja nicht auszudenken, wenn wir während des ganzen Sizilienaufenthalts nie das Meer genossen hätten.
Mittwoch, 24.05.
Heute  war zunächst einmal Sightseeing angesagt.
Zunächst besuchten wir den Königspalast und konnten erfahren, dass Sizilien eigentlich permanent ein Ort der Migration war und dass diese Zuwanderer, wann immer sie kamen, etwas zur Kultur des Landes beigetragen haben. Das kann man auch am Königspalast beobachten, in dem unter anderem normannische, arabische und byzantinische  Stilelemente zusammenflossen.

Besonders beeindruckend war die Kapelle im erbyzantinischen Stil, über und über mit wunderbaren Mosaiken ausgstattet. Die vielen Ornamente und Muster beeindrucken natürlich besonders den Mathematiklehrer.

    

Von außen nicht minder beeindruckend war dann der Dom. Auch hier wieder ein Zusammentreffen der verschiedensten Stilrichtungen.

Palermo - Dom Palermo - Dom

Am Nachmitg besuchten wir das "Astalli"-Zentrum für Immigration. Hier erhalten erste Unterstützung und später Hilfe unterschiedlichster Art (medizinische Betreuung, Unterstützung in rechtlichen Angeleglegenheiten, Sprachkurse, Hilfe bei der Jobsuche, Lernhilfe usw.).
Es gibt auch Wohnmöglichkeiten für Mütter mit kleinen Kindern.
Getragen wird das Projekt hauptsächlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Zurück im Hotel ist es schon wieder 18:30. Ein bisschen Zeit für diese Zeilen, bevor es weitergeht mit informellen Gesprächen in entspannterem Rahmen.

Dienstag, 23.05.

Um zirka 8 Uhr 15 war Abmarsch in Richtung Schule und nach kurzer Gehzeit schlenderten wir durch einen typisch italienischen Wochemarkt, wo es allerhand Interessantes  zu bestaunen gab:  zirka 5mal so lange Zucchini wie bei uns - herrlich frisches Obst und Gemüse sowie unzählige Arten von Fisch, wie beispielsweise "unseren" beliebten Thunfisch - ein Riesenexemplar davon.

  

In der Schule angekommen,sollten die Schüer Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Länder im Alltag herausarbeiten. Z.B: Begrüßungsrituale usw.

 

11 Uhr: Die Plakate sind fertig. Ab in die Pause.

11:30
Weiter geht's. Jetzt soll ein Kahoot-Quiz erstellt werden. Es geht um das Verhalten im Allag: Wie grüßt man sich in ....... Wer küsst wen, wann ....;-) usw.

20 Fragen wurden erstellt und dann in einem Bewerb abgefragt. Wäre lustig gewesen, wenn das System nicht nach der zehnten Frage zusammengebrochen wäre. Erinnerungen an unsere Schule werden wach.

Der Nachmittag stand im Zeichen des Gedenkens an die Ermordung zweier bedeutender Rechtsanwälte, die sich einen Namen als Mafiajäger gemacht haben. 25 Jahre ist das her und jährlich versammeln sich tausende Menschen um gegen die Mafia und für den Rechtsstaat einzutreten Für die Menschen hier in Palermo ist dies ein ausgesprochen wichtiger Tag (http://orf.at/stories/2392684/) und so nahmen wir die Einladung, am Gedenken (gemeinsam mit Lehrern und Schülern unserer Gastschule) teilzunehmen.
Es war nicht ganz leicht für uns, da wir ja die italienische Sprache nicht beherrschen.

 

 

 

 


 

Montag, 22.05.

Um 9 Uhr trafen die Lehrpersonen der Partnerländer in der Schule ein und wurden freudig empfangen. Unsere Schülerinnen, die ja bei Gastfamilien untergebracht sind, erwarteten uns schon. Alles OK soweit, nur Marina hat es ein bisschen schwer, weil in ihrer Familie nur Italienisch gesprochen wird.

 

 

 

Wir versammelten uns zur Eröffungsfeier. Wir wurden herzlich begrüßt, zuächst mit der Europahymne, dann mit den Hymnen aller Partnerländer - wir kommen zuerst dran - Austria, dann Croatia, Germany, Romania, Turkey, Spain, Sweden (allesamt von einem Flötenchor gepielt) und zum Schluss natürlich Italy.

Auf die Begrüßungsansprachen folgten weitere musikalische Einlagen und eine traditionelle Tanzvorführung.

 

 

Nach einer Kaffee- und Jausepause durften wir die Schule besichtigen. Sie ist in einigen Bereichen gut ausgestattet, in anderen Bereichen, wie unsere Schülerinnen anmerken, schon ein bisschen alt.

 

 

 

 

  Das Mittagsbuffet schmeckte allen ausgezeichnet. Danach ging es aber wieder an die Arbeit. Besonders Marina und Miriam waren gefordert: sie hatten auf einem Plakat Regeln darzustellen die in Österreich gelten und die Migranten, wenn sie nach Österreich kommen, wissen sollten.
Sie konnten dabei auf eine Arbeit zurückgreifen, die unsere 4b-Klasse schon im Vorfeld erledigt hat: Sie haben diese Regeln erarbeitet, die Englisch-Intensiv-Gruppe hat sie dann übersetzt.

Dieses Material haben Marina und Marina auf einem Plakat übersichtlich dargestellt und mit ausagekräftigen Zeichnungen illustriert.

Wieder Pause, unsere Schülerinnen haben aber wenig davon. Sie sind schon ein wenig nervös und bereiten sich auf den großen Auftritt vor: sie müssen das Plakat vor gesammelter Gemeinschaft präsentieren und das noch dazu auf Englisch.

Das ist ihnen dann auch ganz ausgezeichnet gelungen.

Um ca. 17:30 ging dann der Arbeitstag zu Ende. Alle waren einigermaßen erschöpft. Die Kinder wurden wieder von ihrern  Gastfamiien abgeholt, die Lehrpersonen marschierten wieder ca. 1/2 Stunde zu ihrem Hotel und konnten den Tag dann noch gemütlich ausklingen lassen.